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Wichtig nur für Ärzte:
Infos bitte vorsorglich und vollständig lesen.
Vielen Dank!
Betrifft Akupunkturkurse in “Peking”, klinische Praxis & Theorie, zeitlich zusammenhängende Kompaktkurse:

Zweifelsohne trauen Patienten Akupunkturtherapeuten eine andere Kompetenz zu,
wenn sie ihre Kurse im Mutterland der TCM, vorzugsweise von der
führenden Adresse Chinas nachweisen können. Als Alleinstellungsmerkmal verfügt das renommierte, führende und höchst offizielle “WHO Collaborating Center for Traditional Medizin” in Peking, neben hoheitlichen Aufgaben auch über Forschungs- und Ausbildungsaufgaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Im Gegensatz zu Deutschland, wird in “Peking” von jeher ein Kombinationsunterricht in klinischer Praxis (direkt am Patienten) und Theorie durchgeführt (heute Powerpoint gestützt).

A. Zusatzbezeichnung Akupunktur:
Ärzte benötigen keine Zusatzbezeichnung
Akupunktur (200 Stunden, verteilt über 24 Monate) für die Erbringung und Abrechnung von privatärztlichen Akupunkturleistungen.
Welche Leistungen können nach GOÄ abgerechnet werden (Beispiele)  -
mehr dazu hier!

B. Gesetzliche Krankenkassen verlangen, bei übersichtlicher Honorierung und arbeitsintensiver Dokumentation  - für nur zwei “EBM-Indikationen” (Gonarthrose und LWS) - den Nachweis von insgesamt 360 Stunden. Diese setzen sich zusammen aus der ärztlichen Zusatzbezeichnung Akupunktur (200 Stunden, verteilt über 24 Monate) und je 80 Stunden akupunkturfremder psychosomatischer Grundversorgung und dazu noch 80 Stunden spezielle Schmerztherapie (nach dem Kursbuch der BÄK für die Zusatzbezeichnung Spezielle Schmerztherapie).

  • “EBM-Akupunktur”: Lohnt es sich überhaupt noch, fragen sich zunehmend Ärzte,
    die, damit sie zwei EBM-Ziffern übersichtlich abrechnen dürfen (30790 und 30791), dafür vorher jahrelang das “Projekt Zusatzbezeichnung Akupunktur” verfolgen sollen (plus weitere 80 Stunden akupunkturfremde, psychosomatische Grundversorgung und 80 Stunden spezielle Schmerztherapie)?

    Zunehmend hören wir ein klares “Nein”.
    Folge ist: Ärzte verweigern sich dem meist ihrer Meinung nach unwirtschaftlichen “EBM-Akupunktur-System” und wenden sich “nur noch” der demnach attraktiveren privatärztlichen Leistungserbringung zu - schade, aber nachvollziehbar.
  • GOÄ - Abrechnungsziffern für die “Akupunktur”:
    269 und 269a. Die Ziffer 567 findet für die Moxibustion Anwendung (“Wärmetherapie” nach TCM). Als Analogziffern können die 5a für Zungendiagnostik (diagnostischer Hinweis aus der Zunge), die Ziffer 30H für die TCM-Anamnese (Erstanamnese, mindestens 1 Stunde Dauer, 1 x jährlich) und die Ziffer 31 für die Folgeanamnese (maximal 3 x in 6 Monaten) abgerechnet werden. Mindestens die Schröpftherapie (Cupping), Elektroakupunktur (Elektrostimulation der Akupunkturpunkte mittels Reizstrom) sowie die Anwendung der in China obligatorisch und von den Patienten meist selbst verlangten, bequemen und wirkungsvollen TDP-Mineralien-Wärmelampentherapie gehören dort ebenfalls zum akupunkturbegleitenden Therapieangebot

    C.: Wichtig - nur in Verbindung mit dem Wunsch der Zusatzbezeichnung
    bzw. Zusatzweiterbildung Akupunktur, die in Deutschland ausschließlich von Ärztekammern (nach Ablegen einer Prüfung vor der Kammer) und nicht von Akupunkturgesellschaften erteilt wird:

    > Bei Ihren Patienten können Sie zwar wirkungsvoll und wertschöpfend “Punkten”,
    wenn Sie ein außergewöhnliches Kompetenzmerkmal wie zum Beispiel “fort- bzw. weitergebildet in Peking” vorlegen können......

    aber die angebotenen Akupunkturkurse / TCM-Ausbildungen in Peking erfüllen nicht alle Vorgaben des (Muster-) Kursbuches Akupunktur der Bundesärztekammer (BÄK) zum Erwerb der ärztlichen Zusatzweiterbildung Akupunktur. Demzufolge kann eine Kammeranerkennung / Teilanerkennung der Auslandskurse für die deutsche Zusatzbezeichnung Akupunktur eher selten bis gar nicht bei den unterschiedlichen Ärztekammern erwartet werden. Maßgeblich mag vielleicht dabei auch sein ob zufällig die Anerkennungsentscheidung in den Kammern bei Vertretern von selbst ausbildenden deutschen Akupunkturgesellschaften liegt, welche nicht selten als Ärztekammerberater für Akupunktur in den Kammern aktiv sind und möglicherweise ihre Wochenendausbildungskonzepte eher begrüßen.

    >  Ein K.O. - Kriterium für die Anrechenbarkeit auf die ärztliche Zusatzweiterbildung Akupunktur ist aus Sicht deutscher Ärztekammern und Akupunkturgesellschaften:

    U.a. weil es sich in “Peking” um
    zeitlich zusammenhängende Akupunkturkurse handelt, die in Vollzeit durchgeführt werden. Neben den meist Powerpoint gestützten klassischen Vorlesungen, in Verbindung mit klinischem Kombinationsunterricht in realen TCM-Fachkliniken, findet die Vermittlung und Vertiefung der Theorie  auch direkt am Patienten, einschließlich praktischer Übungen statt. Diese besonders anspruchsvollen Verfahrensweisen im Mutterland der Akupunktur scheinen, gemäß “Kursbuch Akupunktur”, nicht den “deutschen Vorstellungen” zu entsprechen. Demzufolge werden sie in Deutschland wohl auch nicht, so wie im Mutterland der TCM, für Ärzte durchgeführt (soweit bekannt).

    Gemäß (Muster-) Kursbuch Akupunktur der Bundesärztekammer (BÄK) für die Zusatzweiterbildung Akupunktur hingegen
    muß der Teil der dort geforderten 120 Unterrichtsstunden - Kursweiterbildung mit praktischen Übungen -  zum Erwerb der Zusatzbezeichnung Akupunktur auf 24 Monate verteilt werden.

    Dies kann z.B. mit Wochenendkurssegmenten, die sich mindestens verteilt über 24 Monate erstrecken, erreicht werden - und nicht mit professionellen, universitär angelegten Akupunkturkursen in Peking (außer die zuständige Kammer toleriert widererwartend und individuell die Auslandsweiterbildung, die nicht in einem deutschen Kammerbereich stattfinden). Selbes gilt demnach ebenfalls für die 60 Stunden Patientenbehandlungen und die 20 Stunden Fallseminare, die in mindestens 5 Sitzungen durchzuführen sind, damit die Gesamtzahl von 200 UE erreicht wird. Bei anderen ärztlichen Zusatzbezeichnungen ist die Muß-Verteilungsvorschrift der Stunden über 24 Monate eher unüblich, den dort braucht lediglich die Gesamtweiterbildungszeit (wie vormals auch bei der Akupunktur), 24 Monate betragen. Weitere Einzelheiten können Ärzte bei ihrer zuständigen Ärztekammer in Erfahrung bringen.

    Wettbewerbsvorteil z.B. für Heilpraktiker oder Hebammen, die sich  - im Gegensatz zu Ärzten -  mit dem Merkmal mindestens “Grundkurs-Akupunktur in China ausgebildet” bei den Patienten problemlos empfehlen können?

    Warum möglicherweise Ärztekammern bzw. die Bundesärztekammer mit der “Stundenverteilungsregelung über 24 Monate” nichtärztlichen Akupunkturtherapeuten (wie z.B. Heilpraktikern oder Hebammen) beim Ringen um Akupunkturpatienten wohl einen “Wettbewerbsvorteil einräumt” und für kammerbeitragszahlende Ärzte dadurch parallel die Kursauswahlmöglichkeit für den Erwerb der Zusatzweiterbildung Akupunktur eingeschränkt hat, scheint bislang vom Sinn her noch unbekannt zu sein.

    Abschlußanmerkung:

    • Ärzte sind selbst dazu angehalten und selbst dafür verantwortlich,
      sich mit ihrer zuständiger Ärztekammern zu verständigen (am besten vor Buchung eines Kurses), wenn sie eine Anerkennung / Anrechenbarkeit von in “China” abgeleisteten Kursen / Stunden (z.B. als Auslandsweiterbildungen) für die Zusatzweiterbildung Akupunktur wünschen.
       
    • In Deutschland gibt es 16 Bundesländer und 17 Ärztekammern, die unabhängig und z.T. völlig unterschiedlich von einander arbeiten. Weder “Peking” noch “wir bzw. die Hwato Deutschland GmbH” können dafür in Anspruch genommen oder bei abschlägigen Anerkennungsbescheiden verantwortlich gehalten oder haftbar gemacht werden.
       
    • Bei den hier angebotenen Kursen handelt es sich um Kurse, die meist oder auf Anfrage gemeinsam von unterschiedlichen medizinischen Berufsfachgruppen wahrgenommen werden bzw. wahrgenommen werden können. Es finden keine Akupunktur- bzw. TCM-Kurse auschließlich nur für Ärzte statt, außer z.B. eine eigenständige ärztliche Gruppe oder Akupunkturgesellschaft disponiert einen dann nicht frei zugänglichen Ärztekurs (ab ca. 10 Teilnehmer mit Begleitung ab Deutschland). Dies gilt ebenfalls so z.B. für Heilpraktikerschulen oder andere medizinische Berufsfachgruppen.

    *  * *

    Alle hier und auf der gesamten Internetseite mit all ihren Unterseiten angebotenen Informationen erheben keinen Anspruch auf vollständigkeit oder Richtigkeit. Verbindliche Auskünfte können diesbezüglich nur Ärztekammern, ggf. Krankenkassen, die KBV oder andere zuständigen Stellen erteilen!

    Stand: 23.11.2013. Irrtum und Änderungen jederzeit vorbehalten.

    Hier gelangen Sie zu:
    Akupunktur bei Bluthochdruck (Hypertonie)
    von Dr. med. Thomas Braun aus Rötz, Bayern

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    Infos über Andreas Rinnößel / Rinnoessel,
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